so…. this is Bento?!

a delicious diary..

鏡開き・Kagami Biraki 12. Januar 2014

Filed under: Allgemein — Rose @ 00:51
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Kagami Biraki heißt  „den Spiegel öffnen“ und beschreibt die Zeremonie, die in fast jedem japanischen Haushalt am 11.1. des neuen Jahres durchgeführt wird.

Zu Neujahr wird traditionell ein Kagami Mochi (Spiegel Klebreiskuchen) aufgestellt – dies sind eigentlich zwei runde Reiskuchen (ein großer & ein etwas kleinerer), die übereinander gestellt werden. Oben auf kommt traditionell eine Daidai Bitterorange mit einem einzelnen grünen Blatt. Meißt kommen auch noch Verzierungen wie Knoten oder Fächer hinzu und bei teureren werden auch Zweige und Blüten in die Deko mit eingearbeitet.
Modernere Haushalte, die nicht mehr traditionell Mochi zu Neujahr selber herstellen, greifen jedoch oft auf eine günstigere Variante aus Plastik zurück, die mit vakuum verpackten Kirimochi gefüllt ist.

So auch wir ^^

 

 

Beim Kagami Birai wird traditionell das Kagami Mochi zerschlagen – meißt per Hand oder mit Hilfe eines Hammers.

Normalerweise werden die Mochi 3 Tage vor der Neujahrsnacht – also am 28.12. gefertigt und geschmückt in den Hauptraum der Wohnung gestellt. Sie können dann bis zum 11.1. trocknen. Dabei wird das ansonsten zähe Mochi rissig und brüchig, was später das Zerschlagen leichter macht.

Am 11.1. schließlich „öffnet“ man dann das Mochi und isst es z.B. in Ozoni – der traditionellen Neujahrssuppe, als Yaki Mochi (gegrillt mit Shoyu) oder in Oshiruko – einer Süßspeisensuppe aus Azukibohnen.

Bei den günstigen Plastikversionen kann man einfach die Schutzfolie öffnen und die Kirimochi entnehmen^^

 

 

Dieses Jahr würde ich gerne ein echtes Mochi aufstellen.. aber es ist ja noch ein wenig Zeit bis dahin…

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Bagel ~ 9. Januar 2014

Filed under: Allgemein,Bento — Rose @ 12:34
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Gestern Abend habe ich mich mal wieder ins Backfieber gestürzt.

Bagel! Schon Ewigkeiten her, dass ich die das letze Mal gemacht habe… aber die Kinder lieben sie (und ich natürlich auch) und so kramte ich mein altes Rezept wieder hervor^^

Die Teigschüssel habe ich schön warmgekuschelt, wärend ich mir auf dem Computer alte Lieblingsserien angeschaut habe. Ganz in Ruhe. Ohne Mann und Kinder… denn die haben schon friedlich geschnarcht.

Nachher muss ich mich noch an die Planung unseres Abendbrots machen *seufz* Irgendwie ging mein Plan nur bis gestern und natürlich ist der Kühlschrank jetzt dementsprechend leer geräubert^^

Ich überlege im Moment, zur Vereinfachung von Menüs eine Washoku-Kartei anzulegen. Das heißt, dass jeder Teil des Washokus eine eigene Kategorie bekommt und die Rezepte in der Kategorie dann nochmal nach Farben/Geschmack (süß,salzig…) eingeteilt werden.
Sollte es funktionieren, bräuchte ich nurnoch für jeden Tag aus jeder Box ein Kärtchen ziehen und müsste nicht mehr mühselig alles planen.

Da fällt mir auf, ich habe auf diesem Blog noch nicht allzuviel über Washoku geschrieben?! Das muss nachgeholt werden…..

 

水曜日の弁当とつくねハンバーグーMittwochsbento & Tsukune hamburger *rezept* 8. Januar 2014

Filed under: Bento,Rezepte — Rose @ 07:04
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Heute gab es ein „schnelles“ Bento, da ich parallel Kinder, Mann und mich selbst für Arbeit & Schule fertig machen musste. Richtig für das Bento eingekauft hatten wir auch nicht (gestern ist zu viel dazwischen gekommen) und somit habe ich nur einzelne Zutaten aus unserem Vorrat rausgepickt.

Deshalb befinden sich heute im Bento: Tsukune Hamburger, Tamagoyaki, Hijiki-ni, Edamame und Kartoffeln im Speckmantel

Und weil japanische Frikadellen anders sind, als Deutsche, mag ich euch ein einfaches Rezept dafür vorstellen!

デミグラスつくねハンバーグー ・ Demiglas tsukune Hamburger

Zutaten:

  • 250g Hackfleisch (wir nehmen meißt halb/halb)
  • 2 EL Milch
  • 2 EL Panko oder Paniermehl
  • 1/2 Zwiebel (die sorgt dafür, dass die Frikadellen schön saftig werden..)
  • 1 EL Soyasoße
  • 1/2 Tl Salz
  • etwas Pfeffer
  • Öl für die Pfanne

Reibt zuerst die Zwiebel auf einer Küchenreibe ganz fein und mischt dann alle anderen Zutaten unter. Knetet gut, so dass eine breiige Konsistenz entsteht.

Erhitzt Öl in einer Pfanne.

Formt aus der Hackmasse nun – je nach Vorliebe- kleine oder Handtellergroße Bällchen. Schlagt die Luft aus ihnen, indem ihr sie mit etwas Schwung von einer Handfläche in die andere „werft“. Drückt in die Mitte der Masse nun eine kleine Mulde und gebt sie in die heiße Pfanne. Bratet alle Frikadellen gleichmäßig braun an und legt sie dann auf einen Teller mit Küchenpapier.

 

 

Jetzt zur Soße:

  • 1 EL Butter
  • 3EL Ketchup
  • 2EL Soyasoße

Schmelzt die Butter in der Pfanne, gebt dann Ketchup und Soyasoße dazu und verrührt es gut.

Zum Schluss lasst es nochmal gut aufkochen, gebt die Fleischbällchen hinein und schwenkt sie in der Soße.

Itadakimasu~

Ihr könnt in Spalten geschnittene Zwiebeln mit in der Soße köcheln, dass gibt noch ein bissel Extrageschmack und auch sieht gut aus.
In Japan wird zu solchen „Hamburgern“ üblicherweise ein wenig Broccoli-Blumenkohl & Möhrengemüse plus Bratkartoffeln oder ähnliches gereicht – natürlich darf auch Reis und Misosuppe nicht fehlen.

Das sieht dann z.B. so aus ^^

 

Dienstagsbento 7. Januar 2014

Filed under: Bento — Rose @ 07:21
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Männe ist wieder da!! Und mit ihm die morgentliche Bentoroutine :3

Im Uhrzeigersinn: Hijiki-ni (eingekochte Braunalgen), Edamame, Tori Teriyaki (Hühnchen mit Teriyakisoße), Tamagoyaki (Eierrollen) und Butter-shoyu Kartoffeln ~Langsam braucht er eine größere Box.. und ich mag meine wieder haben ~.~Aus Japan hat er jede Menge tolle Sachen mitgebracht – unter anderem Ersatz für all die Schalen, die er im letzten Jahr zerdeppert hat, eine Microwellen Mochiplatte, Esstabletts für die Kinder und eine neue Tamagoyakipfanne.
Jetzt brauchen wir nurnoch eine Microwelle XD

 

抹茶生チョコ ・ Matcha Namachoco 6. Januar 2014

Filed under: Rezepte,süßkrams — Rose @ 10:09
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Nach der Milktea-Nama hier nun das nächste Rezept: Matcha-Nama!

Ihr braucht:

  • Eine eckige Form (z.B. eine Bentobox), die ihr mit Backpapier auskleidet – die Schokolade ist zu weich und lässt sich deshalb aus Formen nicht gut lösen
  • 80g weiße Schokolade
  • 15g Butter
  • 40ml Sahne
  • ca. 1 EL gesiebtes Matchapulver

 

Zerkleinert die weiße Schokolade und schmelzt sie zusammen mit der Butter über einem heißen Wasserbad. Ehitzt die Sahne und rührt das Matchapulver ein, bis alle Klümpchen gelöst sind. Es hilft, wenn ihr das Pulver durch ein Sieb streicht.

Verrührt nun die Matchamischung mit der Schokolade und wenn alles gleichmäßig glatt gerührt ist, füllt die Masse in die Form. Stellt die Form für ca. 3h (oder länger) kalt, danach könnt ihr die Schokolade schneiden und vom Backpapier lösen.

Wer mag, kann für die Optik noch ein bisschen mehr Matchapulver drüberstreuen – aber vorsicht, denn es kann leicht zu viel von dem bitteren Tee werden ^^

Itadakimasu~

Falls ihr die Schokolade ein paar Tage aufbewahren wollt, so gebt sie am Besten in einer luftdichte und mit Butterbrotpapier ausgelegte Tupperdose in den Kühlschrank. So bleiben sie weich und frisch! Matcha mag übrigens kein Licht und sollte deshalb dunkel und kühl gelagert werden – lasst also die Schoki nicht zu lange offen stehen, denn dann verliert sie an Geschmack.

Uuuund zu guter Letzt – auch aus dieser Namachoco lässt sich ein toller Trinkkakao machen! 1-2 Würfelchen in eine Tasse mit heißer Milch geben und genießen ^^

 

 

 

 

ミルクティ生チョコ ・ Milktea Namachoco 3. Januar 2014

Filed under: Rezepte,süßkrams — Rose @ 19:44
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Namachoco – weiche Schokolade – ist eine beliebte Süßigkeit in Japan. Besonders wenn Gäste kommen, oder zum Valentinstag wird diese Schokoladenart gerne gereicht und das tolle ist, sie ist super einfach selber herzustellen!

Es gibt Namachoco in vielen Variationen – fangen wir mit meinem Favoriten an: Milktea-Nama!

Ihr braucht:

  • Eine leichte Silikonform! Die Form sollte möglichst dünnwandig und flexibel sein, damit ihr die Schokolade am Ende gut herausbekommt. Ich habe schon Eiswürfelbehälter von Ikea ausprobiert, aber die sind zu steif. Schaut einfach mal bei Shops mit Pralinenausstattung nach – die meißten der Formen sollten gehen.Ich habe meine Form(en) in Japan bei Daiso gekauft und bin damit sehr zufrieden.
  • 260g weiße Schokolade (billige ist ok, aber teurere schmeckt natürlich besser…)
  • 80ml Sahne
  • 40g Milchteepulver (das bekommt ihr meißt in Teeabteilungen von Asiamärkten-an einem Rezept ohne das Pulver bastle ich noch)

Zerkleinert die weiße Schokolade und schmelzt sie über einem Wasserbad. Achtet darauf, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt, sonst ist sie unbrauchbar.

Erwärmt die Sahne ein wenig in der Microwelle und rührt das Milchteepulver ein, bis alle Klümpchen gelöst sind.

Nun rührt die Sahnemischung unter die geschmolzene Schokolade bis alles gelöst ist, und ihr eine cremige Masse habt.

Füllt die Masse in die Silikonformen und stellt sie für ca. 3h mindestens ins Gefrierfach oder euren Kühlschrank.

Nach der Abkühlzeit versucht nun vorsichtig, die Schokolade aus den Formen zu drücken. Sollte es nicht klappen, so lasst sie noch ein wenig weiter im Gefrierfach stehen.

Ihr könnt die Schokolade zum Schluss noch ein wenig Milchteepulver oder Puderzucker bestreuen – lasst es euch schmecken :3

P.s.: Hätte ich fast vergessen – diese kleinen Herzchen sind toll zum Verschenken! Und damit nicht genug!! Wenn ihr 1-2 von ihnen in eine Tasse mit heißer Milch gebt, könnt ihr leckere weiße Trinkschokolade mit Milchteegeschmack genießen ;D

 

おせちりょうり – Osechi ryouri 2. Januar 2014

Filed under: Allgemein — Rose @ 10:58
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Osechi ist das traditionelle Neujahrsessen in Japan. Es wird meißt in einer großen Bentobox (Jubako) angerichtet und über die Feiertage gemeinsam mit der Familie gegessen. Traditionell wurde Osechi von den Frauen im Haushalt gekocht – da es sehr aufwendig ist, dauerte das meißt 3-4 Tage – aber heute kann man die Boxen auch fertig kaufen. Nurnoch wenige Familien kochen daher ihr eigenes Osechi.

Von meiner lieben *fast* Schwägerin Saya-chan habe ich gestern diese Bilder per mail erhalten. Ich hatte dieses Jahr leider kaum Zeit, um selber Osechi zu machen und kaufen ist hier in Deutschland auch keine Option.

Ihre Familie kocht jedes Jahr selbst Osechi. Das ist ziemlich aufwändig, da einige Gerichte schwer zuzubereiten sind oder auch lange brauchen (z.B. selbstgemachtes Kamaboko).

Ich werde mit Kissen zusammen bald an einem Kochkurs mit Schwerpunkt Osechi teilnehmen und euch dann natürlich auch passende Rezepte dazu vorstellen!

Zur Erklärung:

Kamaboko – eine Art Fischpaste, die nach dem Dämpfen fest wird. Wird häufig in Suppen und zu Ramen gereicht, oder kunstvoll geschnitten als Verzierung genutzt. Eine sehr bekannte Art von Kamaboko ist „Narutomaki“ – eine Rolle mit rosa Spirale in der Mitte (könnt ihr auf dem Ozoni-Bild sehen). Im Osechi erinnert weiß-rosa Kamaboko an die (japanische) aufgehende Sonne und bedeutet „Festlichkeit“.

Datemaki – Tamagoyaki ähnlich wird dieses fluffige Eieromelette jedoch mit Fischpaste oder pürierten Shrimps gemischt und später gerollt. Die gerillte Form bekommt man durch das Rollen auf einer Matte mit dickeren Stäben – oder (etwas moderner) durh den Gebrauch einer speziellen Pfanne. Datemaki stehen für „verheißungsvolle Tage“.

Tsukudani – in Mirin und Soyasoße Eingekochtes. Üblicherweise werden Fisch, Meeresfrüchte, Algen, aber auch Gemüse und Fleischstücke in einer Soßenmischung eingekocht um sie zu konservieren.

Tazukuri (nicht beschriftet) – sind kleine Babysardinen, die in Zucker und Soyasoße karamellisiert werden.Früher war Fisch in Japan so günstig, dass die Reisfelder damit für eine gute Ernte gedüngt wurden. Heute steht dieses Gericht im Osechi für „eine gute Ernte“ und „Wachstum“.

Kuromame – schwarze Bohnen, die für das neue Jahr Gesundheit bringen sollen.

Kohaku-namasu „Subasu“ – in Essig eingelegte Lotuswurzel mit Chilli.  Die Farben weiß & rot bringen Glück-

Kurikinton – ein typisches Winterwagashi (Wagashi = traditionelle japanische Süßigkeit) aus Esskastanien.

Das letzte typische Osechi-Gericht, das ich euch vorstellen möchte, ist Ozoni.

Ozoni ist eine Suppe, die von Region zu Region variiert. Sie ist das glückbringendste Gericht zu Neujahr.
Unsere Familie (und Saya-chans Familie ebenfalls) nutzt eine Miso-Dashi Basis und fürgt dann Mitsuba (die grünen Blätter oben), Nori (Seetang), Toriniku (Hühnerfleisch), Narutomaki & Omochi hinzu.
Oft wird das Mochi gegrillt, bevor man es in die Suppe tut – aber wir mögen es lieber ungegrillt ^^

Gegrillte/gebackene Mochi gibt es bei uns aber auch! Wir bestreichen sie vor dem Backen mit Soyasoße – schmeckt super und ist schnell gemacht!

 

 
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