so…. this is Bento?!

a delicious diary..

おせちりょうり – Osechi ryouri 2. Januar 2014

Filed under: Allgemein — Rose @ 10:58
Tags: , , , ,

Osechi ist das traditionelle Neujahrsessen in Japan. Es wird meißt in einer großen Bentobox (Jubako) angerichtet und über die Feiertage gemeinsam mit der Familie gegessen. Traditionell wurde Osechi von den Frauen im Haushalt gekocht – da es sehr aufwendig ist, dauerte das meißt 3-4 Tage – aber heute kann man die Boxen auch fertig kaufen. Nurnoch wenige Familien kochen daher ihr eigenes Osechi.

Von meiner lieben *fast* Schwägerin Saya-chan habe ich gestern diese Bilder per mail erhalten. Ich hatte dieses Jahr leider kaum Zeit, um selber Osechi zu machen und kaufen ist hier in Deutschland auch keine Option.

Ihre Familie kocht jedes Jahr selbst Osechi. Das ist ziemlich aufwändig, da einige Gerichte schwer zuzubereiten sind oder auch lange brauchen (z.B. selbstgemachtes Kamaboko).

Ich werde mit Kissen zusammen bald an einem Kochkurs mit Schwerpunkt Osechi teilnehmen und euch dann natürlich auch passende Rezepte dazu vorstellen!

Zur Erklärung:

Kamaboko – eine Art Fischpaste, die nach dem Dämpfen fest wird. Wird häufig in Suppen und zu Ramen gereicht, oder kunstvoll geschnitten als Verzierung genutzt. Eine sehr bekannte Art von Kamaboko ist „Narutomaki“ – eine Rolle mit rosa Spirale in der Mitte (könnt ihr auf dem Ozoni-Bild sehen). Im Osechi erinnert weiß-rosa Kamaboko an die (japanische) aufgehende Sonne und bedeutet „Festlichkeit“.

Datemaki – Tamagoyaki ähnlich wird dieses fluffige Eieromelette jedoch mit Fischpaste oder pürierten Shrimps gemischt und später gerollt. Die gerillte Form bekommt man durch das Rollen auf einer Matte mit dickeren Stäben – oder (etwas moderner) durh den Gebrauch einer speziellen Pfanne. Datemaki stehen für „verheißungsvolle Tage“.

Tsukudani – in Mirin und Soyasoße Eingekochtes. Üblicherweise werden Fisch, Meeresfrüchte, Algen, aber auch Gemüse und Fleischstücke in einer Soßenmischung eingekocht um sie zu konservieren.

Tazukuri (nicht beschriftet) – sind kleine Babysardinen, die in Zucker und Soyasoße karamellisiert werden.Früher war Fisch in Japan so günstig, dass die Reisfelder damit für eine gute Ernte gedüngt wurden. Heute steht dieses Gericht im Osechi für „eine gute Ernte“ und „Wachstum“.

Kuromame – schwarze Bohnen, die für das neue Jahr Gesundheit bringen sollen.

Kohaku-namasu „Subasu“ – in Essig eingelegte Lotuswurzel mit Chilli.  Die Farben weiß & rot bringen Glück-

Kurikinton – ein typisches Winterwagashi (Wagashi = traditionelle japanische Süßigkeit) aus Esskastanien.

Das letzte typische Osechi-Gericht, das ich euch vorstellen möchte, ist Ozoni.

Ozoni ist eine Suppe, die von Region zu Region variiert. Sie ist das glückbringendste Gericht zu Neujahr.
Unsere Familie (und Saya-chans Familie ebenfalls) nutzt eine Miso-Dashi Basis und fürgt dann Mitsuba (die grünen Blätter oben), Nori (Seetang), Toriniku (Hühnerfleisch), Narutomaki & Omochi hinzu.
Oft wird das Mochi gegrillt, bevor man es in die Suppe tut – aber wir mögen es lieber ungegrillt ^^

Gegrillte/gebackene Mochi gibt es bei uns aber auch! Wir bestreichen sie vor dem Backen mit Soyasoße – schmeckt super und ist schnell gemacht!

Werbeanzeigen
 

 
%d Bloggern gefällt das: